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  |  10. Oktober 2017

Goldmann Sachs und Sumitomo mieten 11.200 m² in der Mainmetropole

Brexit

Marienturm
Natürlich zählte der Brexit zu den Top-Themen der Expo Real 2017. Entsprechend passten die Meldungen vom vergangenen Donnerstag, dass Goldmann Sachs rund 10.000 m² für bis zu 700 Banker im Marienturm sowie Sumitomo Mitsui Financial Group rund 1.200 m² im Main Tower anmieten, hervorragend.

Goldmann Sachs mietet 10.000 m² im Marienturm
Mit Blick auf den Brexit plant die US-Investmentbank ihre Mitarbeiterzahl in der Mainmetropole zu verdreifachen. Um die Banker alle unterbringen zu können, hat Goldmann Sachs jetzt größere Flächen im Marienturm, der im Auftrag von Perella Weinberg Real Estate Fund bis 2019 errichtet wird, angemietet. Die bisherigen Flächen im Messeturm - auf denen derzeit rund 200 Mitarbeiter sitzen - bieten für die Wachstumspläne nicht genug Potenzial.

Sumitomo Mitsui Financial Group zieht in den Main Tower
Die drittgrößte japanische Bank hat sich ca. 1.200 m² im Main Tower gesichert. Sumitomo will dort rund 100 Mitarbeiter platzieren und die Europa-Zentrale von London nach Frankfurt verlegen. Zudem sollen neben dem japanische Schwergewicht auch noch die beiden größten japanischen Wertpapierhändler Daiwa Securities und Nomura passende Flächen am Main suchen.

Schlechte Karten im Ringen um Bankenaufsicht
Während sich die ersten Banken bereits Flächen gesichert haben, und dam Büromarkt sichtbar werden, sind die Chancen für die Ansiedlung der Bankenaufsicht EBA inzwischen sehr schlecht. Beim Nachmittags-Panel zur Brexit-Thematik zeigte sich der hessische Finanzminister Thomas Schäfer auf die Frage, ob Frankfurt noch im Rennen um die EBA-Bewerbung sei zuversichtlich, da die rationalen Faktoren eindeutig für die Mainmetropole sprächen. Diese seien in der ersten Phase ausschlaggebend. Fragen zu eventuellen Flächen und deren Kosten müssten dann als Details in die eigentlichen Verhandlungen einfließen. Die Diskutanten bestätigten allesamt, dass bereits eine bedeutende Anzahl von Ansiedlungserfolgen im Rahmen des Brexits erreicht wurde. Bereits 15 Bank-Lizenzen wurden bei der Bafin beantragt. Diese Erfolge geben Zuversicht, dass die Mainmetropole unabhängig von einer EBA-Ansiedlung im erheblichen Maße vom Brexit profitieren wird. Inzwischen geht aus einem am Samstag veröffentlichten Dokumenten der Brüsseler Behörde allerdings hervor, dass Frankfurt einige wichtige Kriterien nicht erfüllt. Hierzu zählt offensichtlich die Mietfreiheit. Mehrere Länder bieten im Gegensatz zu Frankfurt an, die Miete ganz oder zum Teil zu tragen. Ähnlich verhält es sich laut des Dokuments mit der Bewerbung Bonns, um die Ansiedlung der Arzneimittelbehörde EMA. Die endgültige Entscheidung fällt aber frühestens im November.
Fotos: Pecan Development
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