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  |  14. August 2019

Zahl der Hotelübernachtungen steigt 2018 um 4%

Anstieg von 3.9% in H1 2019

2018 hat sich die Zahl der Übernachtungen in Deutschland um 4% auf 480 Mio. erhöht. Bei ausländischen Gästen stieg sie um 4,5% nach 3,7% im Vorjahr. Laut dem Hotelmrktbericht von Deka Immobilien gab es nennenswerte Zuwächse es aus Polen (13%), Spanien (9%), Italien und den USA (jeweils 7%). Bei Inländern belief sich der Anstieg 2018 auf 3,9% nach 2,5% im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2019 stieg die Übernachtungszahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8%.

Die Hotelauslastung stieg 2018 landesweit um 0,7% auf 71,7%. Der durchschnittliche Zimmerpreis erhöhte sich um 1,8%, wodurch sich ein Ertragszuwachs (RevPAR) von 2,4% einstellte. Unter den sechs Top-Standorten registrierten Berlin und München Ertragsanstiege von knapp 7% bzw. 3,4%. Ertragsrückgänge verzeichneten dagegen Frankfurt und Hamburg mit jeweils 2,5% und Düsseldorf und Köln mit knapp 8% bzw. 5% aufgrund zyklisch schwacher Messejahre. Von Januar bis Juni 2019 stiegen Auslastung und Zimmerpreise landesweit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% bzw. 2,7%, sodass der RevPAR einen Zuwachs von 3,4% verbuchte.

Das Transaktionsvolumen für Hotels hat 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen und erreichte 3,9 Mrd. Euro. Der Hotel-Anteil am gesamten Investmentvolumen gewerblicher Immobilien in Deutschland betrug 5% (Vorjahr 6%). Für 2019 wird ein Hotelinvestmentvolumen von rund 3 Mrd. Euro prognostiziert. Im ersten Halbjahr wurden 1,5 Mrd. Euro investiert, 20% weniger als in den ersten sechs Monaten 2018.

2019 dürften in den sechs Top-Märkten rund 8.400 Zimmer in 44 Projekten fertiggestellt werden, für die kommenden fünf Jahre befinden sich rund 24.000 Zimmer in Bau bzw. konkreter Planung. In Hamburg mit einer Pipeline von fast 8.000 Zimmern ist das Angebot in den beiden vergangenen Jahren stärker gewachsen als die Zahl der Übernachtungen. Hier dürften Auswirkungen auf die Performance unvermeidlich sein. Einem vom Messezyklus abhängigen Standort wie Düsseldorf dürfte die starke Ausweitung des Angebots insbesondere in messeschwachen Zeiten Preisrückgänge bescheren. In München und Berlin legte trotz starker Angebotsausweitung die Nachfrage noch stärker zu. Auch in Köln droht angesichts der bescheidenen Zuwächse bzw. Bestandsrückgänge der vergangenen Jahre kein Überangebot.
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