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  |  14. November 2017

Sossenheim wird neu ins Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen

Bund-Länder-Programm

Der Stadtteil Sossenheim wird neu in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt" aufgenommen. Planungsdezernent Mike Josef hat in dieser Woche den Aufnahmebescheid von Staatsministerin Priska Hinz für das Gebiet erhalten. Mit der Aufnahme wurden der Stadt Frankfurt bereits Fördermittel in Höhe von 111.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Wir werden nun zunächst mit der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes beginnen, die Ausschreibung für ein Quartiersmanagement durchführen, einen Beirat Soziale Stadt gründen und erste Projekte planerisch vorbereiten„, sagt Josef. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der Unterstützung von Bund und Land im Rahmen des Programms mehrere Millionen Euro in den Stadtteil investieren können.“

„Wir verfolgen das Ziel, in Sossenheim die Lebensqualität für die Bewohnerschaft zu erhöhen. Dazu gehören Ergänzungen der Infrastruktur, die Erneuerungen eines Teils der Wohnanlagen und die Verbesserung des Verkehrs und der Erschließung, nicht zuletzt die Vernetzung der Freizeit- und Grünflächen. Hierzu zählt insbesondere die Verbindung zwischen dem kleinen alten Ortskern und zwischen den Siedlungen, allein schon um die öffentliche Infrastruktur besser zu erschließen und auszulasten„, erklärt Stadtrat Josef. Das Programm Soziale Stadt setzt besonders stark auf die Teilhabe der Bürger vor Ort und bündelt vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der städtebaulichen und sozialen Situation.

Bereits seit 1999 engagiert sich Frankfurt mit Soziale-Stadt-Projekten. So gibt es die beiden ehemaligen Programmgebiete Unterliederbach-Ost und Gallus sowie die Gebiete Ben-Gurion-Ring und Nied. Außerdem betreibt die Kommune weitere Stadterneuerungsprojekte, etwa die Stadtumbaugebiete Bahnhofsviertel und Griesheim, das Programmgebiet „Aktive Kernbereiche Fechenheim“ und die ausschließlich durch städtische Mittel geförderte Stadterneuerung in Alt-Sachsenhausen und in der Innenstadt Höchst.

Im Jahr 2016 hatte die Stadt eine systematische Untersuchung aller Gebiete beauftragt, in der objektiviert die programmspezifischen sozialen und städtebaulichen Problemlagen analysiert und in der Dringlichkeit dargestellt wurden. Die beiden Stadtbezirke Sossenheim-West und Sossenheim-Ost erwiesen sich als in ihrer Sozialstruktur und städtebaulichen Situation als Stadtgebiete mit Handlungsbedarf. Sossenheim ist damit in diesem Jahr hessenweit einer von sechs neu in das Programm aufgenommenen Standorten.

„Das Programm Soziale Stadt erscheint uns als das geeignete Instrument, mit dem wir eine nachhaltige Verbesserung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie der Lebens- und Umweltqualität erreichen können. Deshalb haben wir die Aufnahme in das Programm auch beantragt. Und deshalb freue ich mich sehr über die Neuaufnahme„, sagt Josef. „Sossenheim wird städtebaulich erneuert, sozial stabilisiert und ökologisch aufgewertet.“
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