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Gemeinschaftliches Wohnen

Gerstner Kaluza gewinnt Wettbewerb am Offenbacher Stellwerk

Der Entwurf für den von der Stadtwerke-Tochter GBO Gemeinnützige Baugesellschaft geplanten Wohnungsneubau neben dem alten Stellwerk an der Bismarckstraße steht fest. Die Jury hat den Entwurf des Büros Gerstner Kaluza Architektur zum Sieger gekürt. Der Jury gehörten Ruben Lang vom Gestaltungsbeirat der Stadt Offenbach, Marion Rüber-Steins, Referatsleiterin Stadtentwicklung im Amt für Planen und Bauen und Daniela Matha, verantwortlich für den gesamten Immobilienbereich der Stadtwerke, als Fachpreisrichter an.

Freie Wohnungen sind rar und meist nicht groß genug bemessen. In einem neuen Gebäude neben dem alten Stellwerk an der Bismarckstraße nahe des Hauptbahnhofs möchte nun die Stadtwerke-Tochter GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach solchen gemeinschaftlichen Wohnprojekten ein Zuhause anbieten. Gedacht ist es für Menschen, die beispielsweise als integrative Gruppe, mit unterschiedlichen Generationen und mit Leuten, die gemeinsame Interessen haben, zusammenleben möchten. Solche Gruppen können sich nun für den Neubau bewerben.

„Es ist gut, dass unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft hier nicht nur neuen Wohnraum schafft, sondern auch an Menschen denkt, die mit anderen gemeinschaftlich wohnen möchten. Solche Projekte nutzen meist die vorhandene Fläche besonders effizient und sind gut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt. Deshalb ist es schön, wenn diese hier bei uns ein Zuhause finden können“, sagt Martin Wilhelm, Sozialdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der GBO. „Das Stellwerk ist ein Kleinod, das in den vergangenen Jahren zur Schmuddelecke verkommen ist“, ergänzt Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. „Wenn hier ein neues Wohnhaus und ein neuer Park entstanden sind, hebt diese frühere Brache die Lebensqualität in der gesamten Nachbarschaft.“

Der Entwurf von Gerstner Kaluza Architektur GmbH wurde von der Jury als Sieger ausgewählt.© Gerstner Kaluza Architektur
Vorschläge zur Größe und dem Grundriss des Gebäudes innerhalb des Grundstücks wurden in einem Wettbewerb gesammelt, der am Freitag entschieden wurde. Das Büro Gerstner Kaluza Architektur GmbH wurde für seinen Entwurf von der Jury zum Sieger gekürt. Der Jury gehörten Ruben Lang vom Gestaltungsbeirat der Stadt Offenbach, Marion Rüber-Steins, Referatsleiterin Stadtentwicklung im Amt für Planen und Bauen und Daniela Matha, verantwortlich für den gesamten Immobilienbereich der Stadtwerke, als Fachpreisrichter an.

„Städtebaulich überzeugt der Entwurf von Gerstner Kaluza Architektur GmbH als neuer Auftakt für die gründerzeitliche Bebauung der Bismarckstraße“, so Ruben Lang. „An dem Entwurf zeigt sich hervorragend, dass die Grundstruktur größtmögliche Nutzungsflexibilität aufweist“ sagt Marion Rüber-Steins. Daniela Matha sieht darin viel Spielraum für die künftigen Mieterinnen und Mieter: „Der Plan der Architekten ermöglicht durch seine Gebäudestruktur auf die Bedarfe der künftigen Wohngruppen bestmöglich einzugehen“.

Dem Wettbewerb war 2021 eine Bürgerbeteiligung vorausgegangen, in deren Rahmen Ideen für das Grundstück und die Umgebung gesammelt wurden. Ein öffentlicher Park wird dort vom Amt für Planen und Bauen, das alte Stellwerk soll mit einer noch nicht definierten öffentlichen Nutzung bespielt werden. Die Innenaufteilung des Wohngebäudes ist noch offen. „Hier können die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner noch Einfluss nehmen“, sagt Ulrich Lemke, Bereichsleiter Neubau und energetische Sanierung bei der GBO. „Das Gebäude hat eine Grundfläche von ca. 350 Quadratmetern, fünf Vollgeschosse und Dachgeschoss (Sattelgeschoss) und soll als Plusenergiehaus mit einem hohen energetischen Standard gebaut werden.“

„Welche Wohngruppen dort einziehen werden, wird in einem Bewerbungsverfahren entschieden“, erklärt Özlem Ata, Projektleiterin und Architektin bei der GBO. Dabei ist die Ausrichtung der Interessenten völlig offen, auch institutionelle Träger sind möglich. Die Gruppen müssen auch zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht zusammen wohnen, sondern können sich für das Projekt neu zusammenfinden. Sie sollten ein Konzept haben, das mehrere Jahre tragen kann und Vorstellungen, wie viel Platz sie benötigen.